Hier finden Sie in Zukunft die wichtigsten Antworten auf Ihre Fragen zum biozyklisch-veganen Anbau. Fehlt Ihre Frage? Nutzen Sie unser Kontaktformular.

Werden biozyklisch-vegane Zitrusfrüchte mit Schellack oder anderen Überzugsmitteln behandelt?

Biozyklisch-vegane Zitrusfrüchte kommen mit keinerlei Schalenbehandlungsmitteln in Kontakt. Die Früchte werden so wie sie vom Feld kommen, wenn überhaupt, nur mit Wasser gewaschen und anschließend mit Luft getrocknet. Mir ist nicht bekannt, ob Schellack von anderen Bio-Zitrusanbietern eingesetzt wird oder werden darf. Was unsere Zitrusfrüchte anbelangt, ist die Verwendung von Schellack auf jeden Fall ausgeschlossen.
Konventionelle Zitrusanbieter können die Früchte mit künstlichen Wachsen behandeln, denen Fungizide beigegeben werden, damit die Früchte länger halten und nicht schimmeln. Da diese Wachse auf die Schale flüssig gesprüht werden, glänzen diese Früchte auch noch im Regal. Auf dem Etikett steht dann „konserviert mit Thiabendazol“ (der fungizide Wirkstoff).
Bei biozyklisch-veganen Zitrusfrüchten ist dies nicht der Fall: sie werden daher mit dem Vermerk verkauft „Schale zum Verzehr geeignet“.
Besonders sollte man darauf achten, keine künstlich gewachsten Orangen zum Pressen zu verwenden. Beim Aufschneiden und Pressen der Früchte werden ätherische Öle aus der Schale freigesetzt, die die wachshaltigen, mit Fungiziden versetzten Schalenbehandlungsmittel lösen können und dann zusammen mit dem ausgepressten Saft ins Glas oder den Becher gelangen können. Das Problem kann man nur lösen, wenn man zum Pressen Bio-Orangen verwendet. Selbst unbehandelte konventionelle Orangen dürften noch zu erhöhten Rückstandswerten führen, da viele Fungizide und Pestizide, die im konventionellen Anbau während der Vegetationsperiode eingesetzt werden, ebenfalls löslich sind und durch die Schalenöle gelöst werden können, wenn diese sich noch auf der Oberfläche der Früchte befinden. Auch kann man sich vorstellen, was es heißt, schalenbehandelte konventionelle Zitrusfrüchte selbst zu schälen. Der „Cocktail“, den man dabei an den Fingern hat, dürfte erhebliche Mengen an unerwünschten Substanzen enthalten. (Dr. Johannes Eisenbach, Biocyclic Network Services Ltd.)

Title
Content